Griechischer Hauptgott Zeus in seinem Aspekt des Blitzwerfers.
Hersteller und Inhaber aller Rechte an diesem Bild ist gemäß Impressum von AntikDigital Theo Trautner Paffrath.
Die Anfertigung von Kopien und die kommerzielle Verwendung sind nicht erlaubt.


 Weiter

Bilderauswahl

Beschreibungen

Impressum

Zeitreisen

2400 ante

Das Anliegen unserer Zeitreise in die Antike ist es, Schönheit und Ästhetik Griechischer Sakral-
und Profanarchitektur eingebettet in eine natürliche Parklandschaft Olympia unterhaltsam erfahren zu lassen. - Alls Zeitfenster dafür haben wir die Klassik von 600
bis 200 ante. +/- fixiert.

Nebenher werden unter anderem an Beispielen eines archaischen HerdfeuerTempels und an vorklassische Strukturen des Tempels der Hera die Entwicklung des dorischen Baustils und der Übergang
von der Holz- zur Steinbauweise vorgesführt. Viele dorisch-klassische Stilelemente finden sich ja später in der Architektur Europas, so auch am neuklassischen Brandenburger Tor. Die Kirchen reflektieren oft Gliederung und architektonische Elemente dorischer Tempelstrukturen.

Die in Zeitreisen gezeigten virtuellen Rekonstruktionen können nicht den Anspruch  auf historische wissenschaftliche Kompetenz erheben. Die weitgehenden Zerstörungen Olympias lassen eine solche Definition nicht zu. Doch sind die Bildobjekte gemäß vorhandener archäologisch gesicherter Zeugnisse topografisch, proportional und weitgehend detailgetrau nach vorhandenen Vorlagen programmiert. Anders als materielle Modelle können sie dreidimensional vermitteln was antike Besucher des berühmten Heiligtums erfahren haben. (Auf Einschränkungen im Hinblick auf historisch bedingte Entwicklungen innerhalb des angenommenen Zeitfensters und im figürlichen Bereich sei hingewiesen.)

Mit dem Verbot aller nichtchristlichen Kulte hat der christliche Kaiser Theodosius 380 nach Christus auch Olympia das kulturgeschichtliche und existentielle Ende bereitet.
Die Besucher und Gäste blieben in Folge aus. Für Erweiterungen der Anlagen, für Sicherungs-
und Schutzmaßnahmen und erforderliche Reparaturen wurden die Mittel entzogen.
Das Kultuspersonal, Arbeiter und Priester wurden nicht mehr beschäftigt und verließen den Heiligen Bezirk. Das weltberühmte Heiligtum ging zugrunde, wurde substantiell ausgeplündert und geriet Nach 900 Jahren in vollständige Vergessenheit.

Im 6. Jahrhundert ereilte den berühmten Zeustempel sein endgültiges Schicksal. Ein schweres Erdbeben warf die kolossale, dachlos noch dastehende Ruine des Tempels nieder.
Vom 4. Jh. an begruben verheerende Überschwemmungen des Flusses Alphaios das gesamte Territorium Olympias und die in Resten noch vorhandenen Bauten verschwanden unter einer über 6 Meter hoch anwachsenden Schicht von Schwemmsand. Der ehemalige Heilige Bezirk, die Altis, wurde während der folgenden 500 Jahre landwirtschaftlich genutzt. Noch aus der Schwemmschicht herausragende Mauern dienten als Steinbrüche. 
 

Vom 19. Jh. an reiften Pläne von Humanistischen und idealistischen Vorstellungen motiviert auf dem Gebiet des antiken Olympia nach Spuren und Zeugnissen zu graben. Zutage tretende Funde regten zu gezieltem Vorgehen an. Erste systematische Ausgrabungen fanden ab 1829 statt. Zahlreiche Zeichner und Fotographen erschienen auf dem Gelände und Arbeiter fanden sich ein ausgerüstet mit Schaufeln und Pferdekarren.

Veröffentlichungen begleiteten die Grabungen. Der Kreis großzügiger und renommierter Förderer aus Politik und Wissenschaft unterstützte die Unternehmungen mit finanziellen Mitteln. Olympia erregte als archäologisches Projekt an Universitäten gesteigertes Interesse und fand in zahlreichen literarischen Fachberichten nachhaltige Beachtung.

Heute ermöglichen es diese historischen Materialien aus den Ausgrabungen der Ruinen der unter Anwendung digitaler Techniken dreidimensional zu visualisieren.

Antikdigital 160919
Theo Trautner Paffrath
Nürnberg


  AntikDigital 1919